• Ulf Fink, Senator a. D.
  • Dr. Ingrid Völker

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Der diesjährige Hauptstadtkongress hat gezeigt, dass es noch viele Möglichkeiten im Gesundheitswesen gibt, ohne Beeinträchtigung der Versorgungsqualität die Effizienz des Gesundheitswesens zu erhöhen“, fasst Kongresspräsident Ulf Fink zum Abschluss des 15. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit die Diskussionen um die Zukunft der Gesundheitsbranche zusammen. Was im Bereich der Wirtschaft Gang und Gäbe ist, nämlich, dass sich jeder darauf konzentriert, was er am besten kann, kann auch eine gute Maxime für den Gesundheitssektor sein, betont Fink und fügt hinzu: „Auch die Zusammenarbeit im Gesundheitssektor kann noch erheblich verbessert werden.“

Die Topmanager René Obermann und Roland Koch sowie Hanspeter Spek diskutierten auf dem Gesundheitswirtschaftsgipfel zur Kongresseröffnung mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, wie sich das Gesundheitswesen bei der Besinnung auf Kernkompetenzen und der Effizienzsteigerung durch ein striktes Compliance Management an anderen Branchen orientieren kann.

In einer sich stetig verändernden Gesundheitslandschaft müssen auch die Berufsbilder neu gedacht und neue, kreative Aufgabenfelder für die Erfordernisse von morgen geschaffen werden. „Alle Gesundheitsberufe verändern derzeit ihre Rolle, dies hat auch Konsequenzen für die Ärzteschaft. Gefragt ist der 360° Rundumblick. Beim Hauptstadtkongress 2012 wurden die Wünsche der Pflegenden und Physiotherapeuten aber auch der nichtärztlichen Krankenhausmanager, aus Politik und Kostenträgerschaft artikuliert. Der moderne und gut informierte Arzt wird künftig neue Positionen einnehmen, er wird Unternehmerpersönlichkeit, Motor des Wandels und Entrepreneur, der Familie und Beruf seiner Beschäftigten im Auge behält“, lautet das Fazit von Prof. Axel Ekkernkamp, dem wissenschaftlichen Leiter des Deutschen Ärzteforums.

„Die Zukunft einer verbesserten Pflegeversorgung konnte durch eine Reihe von praxisrelevanten Lösungsansätzen deutlich hervorgehoben werden“, resümieren Marie-Luise Müller und Dr. Uwe Preusker, wissenschaftliche Leiter des Deutschen Pflegekongresses. Entlastungs- und Verbesserungspotentiale zur Entbürokratisierung durch moderne Innovationen, die sich schon in der Praxis bewährt haben, sollten zeitnah aufgegriffen werden. Die Diskussionen auf dem Kongress haben einmal mehr verdeutlicht, dass „wir Abschied nehmen müssen von einem überbordenden Kontrollwahnsinn zu Gunsten von strukturierten einfachen Verfahren ohne Doppel- und Dreifachaufwand.“ Außerdem brauchen diejenigen, die heute andere engagiert pflegen, die Sicherheit, bei eigener Pflegebedürftigkeit nicht ohne Pflege da zustehen.

„In den vergangenen Jahren hat die Kostendiskussion den Gesundheitsmarkt beherrscht“, erklärt der wissenschaftliche Leiter des Fachkongresses Krankenhaus Klinik Rehabilitation, Prof. Heinz Lohmann. „Zu diesem Treiber der Veränderungen gesellt sich jetzt die zunehmende Patientensouveränität. Dies hat sich auf dem Hauptstadtkongress in vielen Gesprächen und Veranstaltungen bestätigt. Der Patient wird auch Konsument.“

Mit rund 8.000 Teilnehmern und über 600 Referenten in 180 Veranstaltungen war der Hauptstadtkongress auch in diesem Jahr ein Event der Superlative und bestätigte seine Rolle als das Branchenereignis des Jahres für die gesamte Gesundheitsbranche. „Das starke Interesse sowohl der Experten als auch der Öffentlichkeit an diesem Kongress zeigt, wie wichtig gerade in den aktuellen stürmischen Zeiten der Austausch der Ideen und Argumente sowie das Formulieren gemeinsamer Positionen sind“, freut sich Kongresspräsident Ulf Fink. Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2013 findet vom 05. bis 07. Juni statt.

Ihr

Ulf Fink, Senator a. D.
Ihre

Dr. Ingrid Völker
Kongresspräsident Veranstalterin